free your datenwertschutzschrank

tresor1.jpg

ich war noch nie ein großer fan von apple’s FileVault – für mich gab es noch nie die notwendigkeit, meinen gesamten home folder verschlüsselt abzulegen, vorallem weil ich die angewohnheit habe, alles mögliche an heruntergeladenen dateien, notiz-textfiles, arbeitsdateien und massenhaft bilder in diverse ordner auf meinem desktop “aufzuräumen” und alle meine downloads erst nach wochen und monaten zu löschen. mein heimverzeichnis sieht ungefähr so aus wie mein zimmer und mein schreibtisch zuhause – zugemüllt und chaotisch… filevault benötigt doppelt soviel platz – einmal für die verschlüsselten daten und zum anderen für die entschlüsselten daten nach erfolgreichem log-in – das macht für mich keinen sinn…

auf linux gibt es truecrypt, eine art “on-the-fly” ver- und entschlüsselung für dateisysteme und ordner. truecrypt wird momentan unter dem namen osxcrypt ür macos x portiert – das wird laut aussagen des entwicklers aber noch eine weile dauern…

ich persönlich habe gute erfahrungen mit EncFS gemacht, einem auf FUSE basierten dateisystem, bei dem man selbst aussuchen kann, welche ordner verschlüsselt werden sollen…

die installation und benutzung auf dem mac ist auch für benutzer relativ einfach zu bewerkstelligen, die der kommandozeile grundsätzlich etwas skeptisch gegenüber stehen…

man braucht zuallererst die systemerweiterung MacFUSE, welche es erlaubt, systemfremde dateisysteme nicht über den kernel zu integrieren, sondern als eine dynamischen kernelerweiterung zur einbindung im sogenannten “user-space.”

http://code.google.com/p/macfuse/

um das installierte MacFUSE komfortabel steuern zu können, empfielt sich die GUI erweiterung MacFusion

http://www.sccs.swarthmore.edu/users/08/mgorbach/MacFusionWeb/

Macfusion kommt bereits mit zwei plugins vorinstalliert. SSHFS und FTPFS, mit denen man SSH und FTP verzeichnisse aus dem netz als lokale volumes mounten kann.

das EncFS gibt es als Plug-In für MacFusion. da die entwicklerseite leider aus irgendeinem grund nicht mehr erreichbar ist, habe ich das plug-in hier zum download zur verfügung gestellt:

encfs.plugin

diese plugin datei muss nun in den ordner ~/Library/Application Support/MacFusion/PlugIns kopiert werden (falls die ordner nicht existieren, muss man sie per hand anlegen – optional kann man sie auch in das MacFusion.app paket unter MacFusion.app/Contents/PlugIns kopieren…)

wenn alles korrekt installiert wurde klickt man nun auf das MacFusion icon oben in der taskleiste und wählt im menü “Quick Mount…” aus.

hier gibt man an, wie das gewünschte filesystem heissen soll und den vollständigen pfad zum verzeichnis, in welchem die verschlüsselten dateien gespeichert werden sollen.

encfs1.png

anschliessend wählt man einen passphrase aus, mit dem die daten ver- und entschlüsselt werden.

encfs2.png

das (entschlüsselte) filesystem wird nun unter /Volumes gemountet und man kann nach belieben dateien dort hineinkopieren.

möchte man, dass das dateisystem beim systemstart verfügbar ist, klickt man auf das MacFusion icon und geht im menü auf “Favorites…” dort legt man über den + button einen EncFS eintrag an, mit den selben einstellungen wie das zuvor angelegte EncFS. das häkchen bei Auto sollte gesetzt und MacFusion unter Systemeinstellungen > Benutzer > Startobjekte eingetragen werden.

finito.

den freunden der totalen kommandozeilen-kontrolle empfehle ich, den paketinhalt der plugin-datei anzeigen zu lassen und die dateien encfs und encfsctl aus dem Resources ordner in /usr/local/bin zu kopieren und die *.dylib dateien in /usr/local/lib

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